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Augenakupunktur mit Nadeln: Welche Risiken und Nebenwirkungen es gibt

Aktuelles & Einblicke · 4 Min. Lesezeit

Wer über eine Behandlung mit Nadeln nachdenkt, will zuerst wissen, was schiefgehen kann. Das ist kein ängstlicher Gedanke, sondern ein vernünftiger — und ich beantworte ihn lieber offen, als ihn zu umschiffen. Vertrauen beginnt für mich mit Ehrlichkeit, gerade bei den unangenehmen Fragen. Hier lesen Sie deshalb ohne Beschönigung, welche Risiken und Nebenwirkungen die Augenakupunktur nach Boel hat und wie ich in meiner Praxis damit umgehe.

Vorweg: Die Nadeln kommen nicht ins Auge

Das größte Missverständnis räume ich zuerst aus, weil es die meiste Sorge auslöst. Anders als der Name vermuten lässt, werden bei der Augenakupunktur nach Boel keine Nadeln ins Auge gesetzt. Gesetzt wird an Händen, Füßen, im Bereich der Stirn und an weiteren Punkten am Körper. Das Auge selbst bleibt unberührt. Alle Risiken, über die ich hier spreche, betreffen also die Einstichstellen am Körper — nicht das Auge.

Die häufigen, harmlosen Begleiterscheinungen

Wie bei jeder Behandlung mit Nadeln gibt es Begleiterscheinungen. Die allermeisten sind harmlos und vergehen von selbst:

  • Kleine Blutergüsse. An einer Einstichstelle kann ein winziges Gefäß getroffen werden; es entsteht ein kleiner blauer Fleck, der nach einigen Tagen verschwindet.
  • Leichte Hautreizung. Rötung oder ein kurzes Jucken an der Einstichstelle kommen vor.
  • Der Einstichmoment. Den einzelnen Einstich spüren manche Menschen kurz, andere kaum. Ein anhaltender Schmerz ist es in aller Regel nicht.

Wie empfindlich Sie reagieren, ist individuell. Wir gehen in dem Tempo, das für Sie passt, und Sie sagen mir jederzeit, wenn Ihnen etwas zu viel wird.

Müdigkeit und Schwindel nach der Behandlung

Manche Menschen fühlen sich nach einer Behandlung müde, andere bemerken ein leichtes Schwindelgefühl, wenn sie aufstehen. Beides klingt meist rasch wieder ab. Manche empfinden diese Ruhe danach als entspannend; bei anderen ist es einfach eine kurze Reaktion des Körpers. Damit Sie auf der sicheren Seite sind, stehen Sie nach der Behandlung nicht abrupt auf, und planen Sie für den ersten Termin lieber etwas Ruhe danach ein, statt direkt wieder in den Tag zu hetzen.

Das Infektionsrisiko — und wie ich es klein halte

Überall, wo eine Nadel die Haut durchdringt, besteht grundsätzlich ein Infektionsrisiko. Entscheidend ist die Hygiene. In meiner Praxis verwende ich deshalb ausschließlich sterile Einweg-Nadeln, die einzeln verpackt sind und nach der Behandlung sofort entsorgt werden. Keine Nadel wird ein zweites Mal benutzt. Die Einstichstellen werden vor dem Setzen gereinigt. Das ist Standard, und ich nenne es bewusst, weil es die wirksamste Vorsorge gegen genau dieses Risiko ist.

Wann Sie vorher Rücksprache halten sollten

Es gibt Situationen, in denen wir vor der ersten Nadel besonders sorgfältig hinschauen. Sprechen Sie mich — oder Ihren Arzt — vorab an, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft:

  • Sie nehmen blutverdünnende Medikamente oder neigen zu Blutungen.
  • Sie haben eine Vorerkrankung, die Ihr Immunsystem oder die Wundheilung betrifft.
  • Sie sind schwanger oder vermuten, es zu sein.
  • Sie hatten früher eine ungewöhnliche Reaktion auf eine Akupunktur- oder Nadelbehandlung.

Nichts davon schließt eine Behandlung automatisch aus — es heißt nur, dass wir es vorher besprechen. Genau dafür ist das Vorgespräch da: Wir schauen gemeinsam auf Ihre Situation, bevor irgendetwas gesetzt wird.

Ehrlich eingeordnet

Risiken klein zu reden, wäre das Gegenteil dessen, wofür ich stehe. Die Augenakupunktur nach Boel ist ein naturheilkundliches Erfahrungsverfahren, das ich begleitend einsetze — neben, nicht anstelle Ihrer augenärztlichen Betreuung. Sie hat, wie jede Nadelbehandlung, ihre Begleiterscheinungen; die allermeisten sind gering und vergehen von selbst. Was ich Ihnen anbieten kann, ist Sorgfalt: sterile Nadeln, ein klärendes Vorgespräch und ein Tempo, das zu Ihnen passt.

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