Die Diagnose AMD bedeutet nicht, nur noch abzuwarten. Sie können selbst einen Schritt tun — und dieser Schritt beginnt hier.
Mit der Augenakupunktur nach Boel begleite ich Menschen, die neben ihrer augenärztlichen Betreuung aktiv werden möchten — nach einem festen Protokoll, in einem ruhigen Rahmen, mit einer Methode, die ich direkt bei John Boel in Dänemark erlernt habe.
Was ist die Makuladegeneration (AMD)?
Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhaut — der Punkt, mit dem Sie lesen, Gesichter erkennen und Feines fixieren. Bei der altersbedingten Makuladegeneration verändert sich genau dieser Bereich. Mediziner unterscheiden zwei Formen:
Trockene AMD
Sie verläuft meist langsam, über Jahre. Im Zentrum des Sehens lagern sich Stoffwechselprodukte ab; das scharfe Sehen lässt allmählich nach.
Feuchte AMD
Unter der Netzhaut bilden sich neue, undichte Gefäße. Das Sehen kann sich innerhalb von Wochen verändern, weshalb sie augenärztlich engmaschig kontrolliert und behandelt wird.
Gerade die feuchte AMD wird augenärztlich mit Anti-VEGF-Spritzen behandelt — ein etabliertes Verfahren, das Ihr Augenarzt verantwortet und das unverändert fortgeführt wird. Die Kontrolltermine beim Augenarzt bleiben immer die Grundlage.
Eine beginnende AMD kündigt sich oft leise an. Typische erste Anzeichen sind:
- Buchstaben oder Linien wirken beim Lesen verschwommen oder verzerrt.
- Gesichter zu erkennen fällt schwerer.
- Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht und Blendung nimmt zu.
- Kontraste lassen sich schlechter unterscheiden.
Wenn Sie solche Veränderungen bemerken, ist Ihr Augenarzt die erste Adresse — die OCT (optische Kohärenztomografie) macht den Zustand der Netzhaut Schicht für Schicht sichtbar und erlaubt eine genaue Einordnung.
Wann Menschen mit AMD zu mir kommen
Viele kommen mit dem gleichen Gefühl: Sie sind augenärztlich gut betreut — und trotzdem möchten sie nicht nur von Termin zu Termin warten. Sie wollen selbst etwas tun. Was bei Ihnen im Vordergrund steht, schauen wir gemeinsam an.
- der Wunsch, neben der augenärztlichen Betreuung selbst aktiv zu werden
- das Gefühl, nicht nur abwarten zu wollen
- die Entscheidung für einen eigenen, aktiven Weg
- das Bedürfnis nach einer naturheilkundlichen Behandlung mit klarem Ablauf und verlässlichem Protokoll
- der Wunsch nach einem festen Behandlungsrhythmus, der sich in den Alltag integrieren lässt
Wie eine Behandlung bei mir abläuft
Am Anfang steht das Vorgespräch. Wir schauen gemeinsam auf Ihre Situation und Ihre Befunde. Bringen Sie augenärztliche Unterlagen mit — OCT-Bilder und Befundberichte. Sie sind die Grundlage, auf der wir aufbauen.
Die Methode geht auf John Boel zurück, den ich persönlich in Dänemark getroffen und von dem ich mein Zertifikat erhalten habe. Die Nadeln werden dabei nicht ins Auge gesetzt, sondern an Händen, Füßen, im Bereich der Stirn und an weiteren Körperpunkten. Das Auge selbst bleibt unberührt.
Die Behandlung folgt einem festen Protokoll:
- Wochen 1 und 2 — Intensivphase. An acht Tagen je eine Behandlung von rund einer Stunde.
- Wochen 3 bis 5. Zwei Behandlungen pro Woche.
- Anschließend. Vier Wochen lang eine Behandlung pro Woche.
- Danach, als fortlaufender Rhythmus. In der Regel eine Behandlung pro Monat, dauerhaft.
Ausführliche Informationen zum Ablauf einer vollständigen Behandlungsserie finden Sie auf der Übersichtsseite: So läuft eine Behandlung ab — zur Augenakupunktur nach Boel →
Häufige Fragen zur Augenakupunktur bei AMD
Kann ich die Behandlung neben Anti-VEGF-Spritzen machen?
Ja. Die Augenakupunktur nach Boel läuft neben Ihrer augenärztlichen Behandlung — Ihre verordneten Spritzen- und Kontrolltermine bleiben unverändert bestehen. Ich arbeite mit den Befunden, die von Ihrem Augenarzt kommen, und stimme mich auf Ihren Behandlungsplan ab.
Kommt die Augenakupunktur bei trockener und bei feuchter AMD infrage?
Menschen mit beiden Formen fragen eine Behandlung bei mir an. Ob sie in Ihrem Fall passt, klären wir im Vorgespräch — auf Grundlage Ihrer augenärztlichen Abklärung und Ihrer aktuellen Befunde.
Muss ich vorher beim Augenarzt gewesen sein?
Ja. Die augenärztliche Diagnose und die laufende Kontrolle sind Voraussetzung, keine Formalie. Im Vorgespräch schauen wir gemeinsam auf Ihre Befunde, bevor wir eine Behandlung besprechen.
Was ist eine OCT?
Die OCT (optische Kohärenztomografie) ist heute die gängigste Untersuchung der Makula. Man kann sie sich wie einen Ultraschall mit Licht vorstellen: Ein Lichtstrahl erzeugt ein feines Schnittbild der Netzhaut, das deren einzelne Schichten sichtbar macht — ganz ohne Eingriff. Genau diese Aufnahmen sind es, mit denen Ihr Augenarzt den Verlauf über die Zeit dokumentiert. Bringen Sie Ihre aktuellen OCT-Bilder zum Vorgespräch mit.

Tut die Behandlung weh?
Die Nadeln werden nicht ins Auge gesetzt, sondern an Händen, Füßen, Stirn und weiteren Körperpunkten. Die meisten meiner Patienten empfinden das Setzen als kurzen Moment, nicht als anhaltenden Schmerz. Wir gehen in einem Tempo, das für Sie passt.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Bei privaten Versicherungen oder einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung ist eine teilweise Erstattung möglich — das hängt von Ihrem Tarif ab. Fragen Sie kurz bei Ihrer Versicherung nach; die aktuellen Honorare finden Sie auf meiner Seite Honorar & Kosten.
Amsler-Gitter: Selbsttest für die Augen zu Hause
Mit dem Amsler-Gitter lässt sich das zentrale Sehfeld selbst beobachten. Es ist ein anerkanntes, einfaches Hilfsmittel zur Selbstkontrolle, das auffällige Veränderungen zwischen zwei augenärztlichen Terminen früher bewusst machen kann. Der Test ist eine reine Selbstbeobachtung — keine Diagnose.

So gehen Sie vor:
- Setzen Sie Ihre gewohnte Lese- oder Sehhilfe auf und halten Sie das Gitter in normalem Leseabstand (etwa 30–40 cm) vor sich, bei guter Beleuchtung.
- Decken Sie ein Auge ab und blicken Sie mit dem anderen ruhig auf den Punkt in der Mitte.
- Während Sie den Punkt fixieren, achten Sie darauf, ob alle Linien gerade und alle Felder gleichmäßig erscheinen.
- Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge.