Ihr Augenarzt hat alles getan, was medizinisch möglich ist. Jetzt fragen Sie sich, was Sie selbst noch tun können — das ist keine Resignation, das ist der richtige nächste Schritt.
Mit der Augenakupunktur nach Boel begleite ich Menschen, die nach einem Augeninfarkt aktiv bleiben möchten — neben ihrer augenärztlichen Betreuung, nach einem klaren Protokoll, das ich direkt bei John Boel in Dänemark erlernt habe.
Was ist ein Augeninfarkt?
Ein Augeninfarkt — medizinisch meist ein Zentralarterienverschluss oder ein Venenverschluss der Netzhaut — trifft Menschen ohne Vorwarnung. Plötzlich sieht ein Auge schlechter, ein Teil des Sehfeldes fällt aus, oder alles wird grau. Die Akutversorgung gehört in die Augenklinik. Was danach bleibt, ist oft ein verändertes Sehbild: ein dunkler Fleck, ein ausgefallenes Sehfeld-Areal, verminderte Schärfe dort, wo vorher alles klar war.
Wie sich das weiterentwickelt, lässt sich nicht vorhersagen — jeder Verlauf ist anders. Genau in diesem Moment, wenn die Akutbehandlung abgeschlossen ist und das Warten beginnt, kommen die meisten Menschen zu mir.
Warum die Zeit danach so schwer ist
„Es gibt medizinisch nichts mehr zu tun“ — das klingt nach dem Ende. Es ist das Ende der Akutphase. Was Augenärztinnen und Augenärzte damit meinen: Die schulmedizinischen Akutmaßnahmen sind ausgeschöpft. Was Sie selbst noch tun können, ist damit nicht gemeint.
Der Körper arbeitet in dieser Phase weiter. Was er dabei braucht, ist Zeit — und manchmal jemanden, der diesen Prozess begleitet. Das ist der Ansatz der Augenakupunktur nach Boel: den Körper in dem unterstützen, was er selbst tut. Kein Gegengewicht zur augenärztlichen Einschätzung, sondern ein anderer Ansatzpunkt.
Wann Menschen nach einem Augeninfarkt zu mir kommen
Die meisten kommen mit einer Mischung aus Unsicherheit und dem Impuls, aktiv zu bleiben — nicht passiv auf den nächsten Kontrolltermin zu warten. Was im Vordergrund steht, ist immer individuell.
- Neben der augenärztlichen Nachsorge selbst etwas tun — nicht nur abwarten
- Ein klarer Behandlungsrahmen mit verlässlichem Ablauf statt offener Ungewissheit
- Die Entscheidung für naturheilkundliche Begleitung mit festem Protokoll
- Einfach nicht mehr von Kontrolltermin zu Kontrolltermin leben wollen
Was Sie zum Erstgespräch mitbringen
Am Anfang steht das Vorgespräch. Wir schauen gemeinsam auf Ihre Situation und Ihre aktuelle augenärztliche Einschätzung. Je mehr ich von Ihrem Befund weiß, desto gezielter können wir arbeiten.
Bringen Sie mit, was Sie haben:
- Aktuelle augenärztliche Befundberichte, besonders aus der Akutphase und von Folgekontrollen
- OCT-Aufnahmen, wenn vorhanden — die optische Kohärenztomografie macht den Zustand der Netzhaut Schicht für Schicht sichtbar
- Ihre Medikamentenliste, falls Sie nach dem Infarkt Blutverdünner oder andere Präparate erhalten haben
- Ihre eigene Beobachtung: Wie hat sich das Sehbild seither verändert? Wann war es schlechter, wann besser?
Das Timing der Behandlung besprechen wir gemeinsam — abgestimmt auf Ihre augenärztlichen Kontrolltermine und Ihren aktuellen Befund. Die Augenakupunktur läuft neben der augenärztlichen Kontrolle, nicht an ihrer Stelle.
Häufige Fragen nach einem Augeninfarkt
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Augenakupunktur nach einem Augeninfarkt?
Es gibt keinen starren Zeitpunkt, aber die Akutversorgung in der Augenklinik steht immer zuerst. Sobald diese abgeschlossen ist und Ihr Augenarzt Sie in die augenärztliche Nachsorge entlassen hat, können Sie mich kontaktieren. Wir stimmen den Behandlungsbeginn auf Ihre augenärztlichen Kontrolltermine und Ihren Befund ab — das ist individuell und kein Schema, das ich vorab festlegen kann.
Muss mein Augenarzt zustimmen?
Eine formale Überweisung ist nicht notwendig. Ich empfehle aber, Ihren Augenarzt von Ihrer Behandlungsidee zu informieren — nicht weil es eine Genehmigung braucht, sondern weil es sinnvoll ist, dass beide Seiten wissen, was parallel läuft. Ihre augenärztliche Betreuung und die Termine dort bleiben unverändert bestehen.
Wie läuft die Behandlung genau ab — und was sind die Nadeln?
Die Nadeln werden nicht ins Auge gesetzt — das ist die erste Frage, die fast alle stellen. Gesetzt wird an Händen, Füßen, im Bereich der Stirn und an weiteren Körperpunkten. Das Auge selbst bleibt unberührt. Die Behandlung folgt dem festen Protokoll nach Boel, das ich persönlich von ihm erlernt habe. In der Intensivphase sind die Abstände engmaschiger, danach nimmt der Rhythmus Fahrt auf — die genauen Abstände besprechen wir im Vorgespräch. Ausführliche Informationen zum Ablauf finden Sie auf der Übersichtsseite zur Augenakupunktur nach Boel.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Bei privaten Versicherungen oder einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung ist eine teilweise Erstattung möglich — das hängt von Ihrem Tarif ab. Fragen Sie kurz bei Ihrer Versicherung nach; die aktuellen Honorare finden Sie auf meiner Seite Honorar & Kosten.